225. Jubiläum - Ludwig zum flammenden Stern Nr. 148

Ludwig zum flammenden Stern Nr. 148
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Folgender Artikel erschien in der HUMANITÄT Ausgabe 1-2012
BERICHTE & NOTIZEN AUS DER BRUDERSCHAFT

Ein Großes Fest im kleinen Orient:
 
225 JAHRE FEIERTE DIE LOGE „LUDWIG ZUM FLAMMENDEN STERN“ i. Or. STEINFURT
 
Das Jahr 1785 war das Stiftungsjahr der Loge „Ludwig zum flammenden Stern“ in Steinfurt. Der Gründer hieß Siegfried August von Goué, ein Jugendfreund Goethes, Schriftsteller und Kommandeur der Wache des Grafen Ludwig. Die Loge rekrutierte sich aus deutschen und niederländischen Mitgliedern. Aber schon um 1800 verloren sich die Spuren, obwohl die Loge noch im Verzeichnis der Großloge der Niederlande zu finden war.
 
Es sollte tatsächlich 183 Jahre dauern, bis 1983 ein „Freimaurerzirkel“ in Steinfurt ins Leben gerufen wurde, aus der 1985 die Loge „Ludwig zum flammenden Stern“ mit der Lichteinbringung unter dem Dach der Großloge A.F.u.A.M.v.D. ihre Reaktivierung erfuhr. Und nun, am 20. November 2010, beging sie ihr 225-jähriges Stiftungsfest.
 
Der Empfang am Samstagvormittag im Rathaussaal von Steinfurt war eine Demonstration der Akzeptanz für die Jubilarin in ihrem Heimatort. AStM Br. Hans Rocker, der den Hammer seiner Loge bis Juni 2010 geführt hatte und für die Jubiläumsveranstaltung die Verantwortung trug, begrüßte auf das herzlichste die Anwesenden und wünschte einen harmonischen Verlauf des Tages.
 
Bürgermeister Andreas Hoge würdigte in seinen Grußworten das kulturelle und caritative Engagement der Loge im Sinne des freimaurerischen Ideals nach einer menschlicheren Welt, dem sich Jürgen Coße, stellvertretender Landrat und Euregio-Vizepräsident, anschloss. Festredner war der ADM Joachim Alt, dessen Ausführungen zum Highlight der Feierstunde im Rathaussaal geriet (siehe sein Vortrag auf S. 12-14). Danach überreichte AStM Rocker der „Hospiz-Initiative Steinfurt“ einen Scheck mit einem namhaften Betrag. Anschließend lud die Jubilarin zum Umtrunk ein.
 
Gegen Mittag kamen die Brüder im Café-Restaurant „Bagno“ zusammen und nahmen dort einen Imbiss ein. Zwischenzeitlich hatten fleißige Hände ritualgemäß die Vorbereitungen für die Festarbeit getroffen, die um 15:00 Uhr in der „Bagno Konzertgalerie“ stattfinden sollte. Der um 1774 im Auftrag des Grafen von Bentheim-Steinfurt errichtete Bau gilt als der älteste freistehende Konzertsaal Europas. Heute konzertieren hier Musiker von Weltrang.
 
Nun aber war der große Saal in einen Tempel verwandelt worden. Etwa 80 Brüder aus 14 Orienten wie Almelo (NL), Bochum, Emmen (NL), Hagen, Hamburg, Hengelo (NL), Lippstadt, Mönchengladbach, Münster, Osnabrück, Osterode, Paderborn, Wetzlar und Zwolle (NL) nahmen an der Festarbeit teil. AStM Hans Rocker und seine Ritualbeamten empfingen die Kolonnen mit DM Rainer Bäuerlein als höchsten Würdenträger vom Disitrikt Nordrhein-Westfalen.
 
Der Zug. GM Peter Doderer folgte nach altem Brauch gesondert in der Funktion des Großmeisters, der die Grüße der A.F.u.A.M.-Bruderschaft ausrichtete. Br. Günter Timman legte seine brillante Festzeichnung auf, der Opernbassist Br. Donald (Don) Rutherford und Br. Thorsten Schmid-Kapfenburg am Flügel sorgten meisterhaft für die musikalische Umrahmung.
 
 Mit der Weißen Tafel unter der Hammerführung von MvSt Norbert Knorn im Café-Restaurant „Bagno“ klang diese eindrucksvolle Jubiläumsveranstaltung aus. Eine kulinarisch verlockende Speisefolge ließ keine Wünsche offen, die Toasts und weitere Grußbotschaften fanden in der munteren Tafelgesellschaft ein offenes Gehör, was die launige Atmosphäre nur noch verstärkte. Zu später Stunde gingen die Schwestern und Brüder auseinander. Die Jubilarin „Ludwig zum flammenden Stern“ hatte ein Fest auf die Beine gestellt, das der Chronist im kleinen Steinfurt als ganz groß in Erinnerung behalten wird. H.Kl.
Die professionell gestaltete Festschrift würdigt die Logengeschichte und vermittelt das Freimaurerverständnis der Steinfurter Brüder.



Gebacken mit dem Kucheneisen, das ein eingraviertes Dekor aus dem Logensiegel aufweist, hergestellt nach alter Steinfurter Tradition – ein Geschenk an die Damen auf dem Stiftungsfest.




Der Konzertsaal in der „Bango Konzertgalerie“ war in seinem stilvollen Ambiente 
für die Tempelarbeit mehr als eine glückliche Wahl.

In der modernen Architektur der geräumigen Vorhalle bereitete das Gruppenfoto keine Probleme. 

 
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